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Der wissenschaftliche Name
Castor
hat nichts mit
Kastor,
dem Sohn des
Zeus
in der griechischen Mythologie zu tun.
Eher schon mit dem lateinischen
castrare
(= schneiden), was wohl auf seine Nagetätigkeit hinweisen soll und die
Fähigkeit Bäume zu fällen. Da er als Behausung
Biberburgen
baut, könnte sich die Bezeichnung allerdings auch auf
Castrum
beziehen, eine alte Bezeichnung für Burgen, Höhensiedlungen mit
Verteidigungsanlagen oder befestigte militärische Stützpunkte.
Rund um meine Heimatstadt erinnert vieles an den Biber: Der
Bibersberg
mit dem
Bibersbach,
aber auch das Dorf
Bibersbach
nicht weit von hier. Über Jahrzehnte hat man sich nicht viele Gedanken darüber
gemacht. Der Biber passte nicht in unsere intensiv bewirtschaftete
flurbereinigte Landschaft.
Er hat sich seinen ehemaligen Lebensraum
zurückerobert. Natürlich wurde ihm ein bisschen geholfen. Aber mit seiner
Lebensart und wie er sich seine Umgebung gestaltet schafft er sich eben nicht
nur Freunde. Im Tal der Eger zwischen Marktleuthen und Röslau, wo große Teile
dem Bund Naturschutz gehören, kann er sich jedoch nach Herzenslust austoben.
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