Buchenwald am Luisentisch

Am Luisentisch auf dem Epprechtstein
Etwas unterhalb der Burgruine auf dem Epprechtstein befindet sich der Luisentisch. Der Name soll an einen Besuch des preußischen Königspaares Friedrich Wilhelm III. und seiner Gemahlin, der Königin Luise, erinnern. Um ihnen die Besteigung zu erleichtern wurde extra ein Weg angelegt und zur Burgruine baute man die Treppen aus Granit. Dieser Königsbesuch im Juni 1805 ist in die Geschichte eingegangen, da dem König an diesem Tag eine Reiterstafette erreichte, die ihm berichtete, dass Napoleon den Rhein überschritten hat. Das war der Beginn einer Entwicklung, die schließlich dazu führte, dass Oberfranken 1810 zu Bayern kam.
Buchenwald
Buchenwälder im Fichtelgebirge Heute ist das Fichtelgebirge größtenteils mit Fichten bewaldet. Der frühere Urwald bestand jedoch größtenteils aus Buchen, Tannen und Eichen. Der rege Bergbau verbrauchte schon im Mittelalter alles Holz, nicht nur zum Grubenausbau, sondern vor allem zur Verhüttung und Weiterverarbeitung des Erzes, da man damals in den Hochöfen keine Steinkohle, sondern Holzkohle verwendete. Um die kahlen Berghänge schnell wieder zu bewalden, pflanzte man vor allem ab dem 19. Jahrhundert großflächig Fichten. Heute versucht man, wieder vermehrt Laubbaumarten einzubringen um den Wald stabiler zu machen. Nur an wenigen Stellen, wie z.B. hier am Epprechtstein und vor allem am  Waldstein vermutet man noch Nachkommen einheimischer (autochthoner) Buchen, die besser an unser rauhes Klima angepasst sind.