Leuthenforst im Fichtelgebirge

Leuthenforst

Leuthenforst im Fichtelgebirge
In alten Schriften wird Leuthenforst auch Grießhäuser, Forsthäuser, aufm Forst genannt, besteht heute aus 21 Häusern mit ca. 60 Einwohnern.

Die verstreut liegenden Bauernhöfe wurden zwischen 1600 und 1709 als "Reuthgüter in der Forstey Leuthen" erbaut. Sie waren mit dem Reuthzins und dem Zehnten belegt, mußten aber keinen Frohndienst leisten und erhielten jährlich aus der fürstlichen Waldung das Gnadenholz (Rechtsholz).
1818 kam Leuthenforst zur Gemeinde Hebanz und wurde 1978 nach Marktleuthen eingemeindet. 1966 erhielt der Ort mit einer neuen Straße Anbindung nach Marktleuthen und 1974 wurde im Zuge der Flurbereinigung das örtliche Straßennetz ausgebaut.

Auf einem Hügel steht ein markanter Pavillon, der nach dem Krieg von einem Heimkehrer erbaut wurde.

Markgraf Friedrich
Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth (1735-1763), Bauherr des Jagdschlosses in Kaiserhammer
Bemerkenswert ist das in der Nähe liegende "Rondell", ein erhöhter Punkt, von dem aus sternförmig acht schnurgerade Waldwege in alle Richtungen führen. Es handelt sich um den 1754 angelegten Parforcejagdgarten der Markgrafen von Bayreuth. Bei der Parforcejagd wurde in dem eingezäunten Gelände ein Hirsch mit Hunden und Pferden stundenlang bis zur völligen Erschöpfung gehetzt und dann mit dem "Hirschfänger", einem robusten Messer, erlegt. Da die Kondition eines Pferdes und auch einer Hundemeute dazu nicht ausreichte, wurden an geeigneten Stellen frische Pferde und Hunde an sogen. Relaisstellen bereitgehalten. Man sprach daher auch von Relais-Pferden und Relais-Hundemeuten. Während der Abwesenheit der hohen Herrschaften mussten die Bewohner der Gegend für die Hunde sorgen.
Im Mittelpunkt des Wegesterns erbaute man 1761 einen Jagdpavillon mit 8 Fenstern, jedes in eine Richtung der 8 Alleen, um Wildwechsel beobachten zu können. Dieser wurde jedoch 1795 wieder abgerissen und die Bausteine fanden Verwendung beim Bau des Schlosses Alexandersbad und der dortigen Kuranlagen. Heute steht an dieser Stelle eine mächtige Linde mit Ruhebank.
Für ihre standesgemäße Unterkunft ließen sich die hohen Herrschaften um 1700 ein Jagdhaus in Kaiserhammer bauen. Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth begann dann 1755 mit dem Bau des Jagdschlosses Kaiserhammer, welches nur in wenigen Teilen bis heute erhalten ist.

Das "Rondell", der ehemalige Jagdgarten der Bayreuther Markgrafen
Die Größe und Exaktheit
des ehemaligen Markgräflichen
Parforce-Jagdgartens
ist heute noch
auf den Satellitenbildern
zu erkennen.

Weitere Infos über die Parforcejagd
bei  Wikipedia

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Am Bäselsbrunnen Folgt man von Marktleuthen
über die Forstweg-Siedlung
dem Brunnenweg,
kommt man am
Bäselsbrunnen vorbei.
Bäselsbrunnen




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