Die Weißmainquelle

Die Weißmainquelle
Weißmainquelle mit Hohenzollernwappen Die Lage der Quelle des Weißen Mains war lange Zeit umstritten. Geht man bei der Quellensuche flussaufwärts, wählt man bei Verzweigungen immer den stärkeren Bachlauf und wertet den schwächeren als Einmündung eines anderen Flusses. Johann Wolfgang von Goethe erreichte auf diese Weise das Seehaus und bezeichnete den Seehausbrunnen als Weißmainquelle. Ob es für ihn eine Rolle spielte, dass man dort im Gegensatz zum Ochsenkopf-Berghang auch früher schon etwas zu Essen und zu Trinken bekam, ist nicht überliefert.

Lt.  Harald Stark, dem Castellan der  Plassenburg in  Kulmbach, bedeuten die eingemeißelten Buchstaben "G F C M Z B I P H" "Georg Friedrich Carl Markgraf zu Brandenburg in Preußen Herzog". Nach Dietmar Herrmann ("Der Ochsenkopf im Fichtelgebirge", Das Fichtelgebirg Bd. 17, Wunsiedel 2009, S. 86) erfolgte die erste Quellfassung 1717 durch den Wildmeister Johann Caspar Munder aus Bischofsgrün im Auftrag des Markgrafen, weshalb die Quelle zunächst Fürstenbrunnen genannt wurde. Unter den Buchstaben finden wir ein bekröntes Hohenzollern-Wappen. Der Markgraf wollte mit der Fassung die Lage der Weißmainquelle endgültig nicht in der Seelohe am Seehaus, sondern am Ochsenkopfhang festlegen.

 Ochsenkopf
 Fichtelgebirge