Die Sprengstoffkammer des Bergwerks

Sprengstoffkammer des ehemaligen Uranbergwerks, hervorgegangen aus der Zinnerzgrube Werra


Ein Bild aus dem Jahr 1975 zeigt die Sprengstoffkammer des historischen Uranbergwerks am Rudolfstein bei Weißenstadt im Fichtelgebirge überschwemmt und verschlossen.


Die Sprengstoffkammer für 600 kg Gelatine Donarit Im Jahr 2010 war sie geöffnet, aber außer einem leeren Regal fand man nichts darin.

Laut einem Schild auf der Innenseite der Tür war sie genehmigt für 600 kg Gelatine Donarit. Dies gehört zu den sogenannten gelatinösen Sprengstoffen, die heute noch zum Sprengen von Gesteinen und Gebäuden eingesetzt werden. Gegenüber dem früher üblichen Dynamit haben sie den Vorteil größerer Handhabungssicherheit. Durch Erschütterungen und Schläge können sie kaum explodieren.

Während Gelatine Donarit von der Firma Austin Powder in Sankt Lambrecht in der Steiermark (Österreich) hergestellt wurde, stammten andere gelatinöse Sprengstoffe wie zum Beispiel das bekannte Ammongelit von den ehemaligen Sprengmittelwerken Würgendorf im Siegerland (Nordrhein-Westfalen), Dynamit Nobel und anderen. Ein moderner Sprengstoff dieser Gruppe ist Eurodyn 2000 von Orica Mining Services in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen). Der Hauptsitz dieser Weltfirma liegt in Australien.

Foto: Aus Privatbesitz