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Der Waldstein im Fichtelgebirge

Fotos und Informationen

Aussichtskanzel Schüssel auf dem Großen Waldstein im Fichtelgebirge
Der Waldstein im westlichen Fichtelgebirge wirkt von weitem eher unscheinbar, was jedoch an der erhöhten Lage der Umgebung um  Weißenstadt liegt.
Der Waldstein im Fichtelgebirge
Dass er genau genommen Großer Waldstein heißt, liegt daran, dass es nebenan auch den Kleinen Waldstein gibt.

Im Gegensatz zu den meisten Bergen im Fichtelgebirge kann man auf den Waldstein mit dem Auto bis zum Gipfelbereich fahren. Dort erwartet Wanderer wie Autofahrer eine Gaststätte des Fichtelgebirgsvereins (FGV), die auch Übernachtungsmöglichkeiten bietet, das Waldsteinhaus.
Am Waldsteinhaus des Fichtelgebirgsvereins (FGV)

Das Waldsteinhaus

Im Vergleich zu den parkenden Autos erkennt man erst die Größe der Granit-Blöcke.
Der Felsen im Bild mit meinem Auto gehört zu den kleineren Exemplaren!
Gipfelbereich des Waldsteins im Fichtelgebirge Waldsteinhaus Parkplatz und Zufahrt zum Waldstein
 

Der Teufelstisch

Der Weg zum Gipfel führt vorbei an Felsengruppen und dem Teufelstisch. Der Sage nach saß an diesem Tisch der  Teufel zum Kartenspiel mit Kobolden und Geistern. Da sie eiserne Karten benutzten und übermenschliche Kräfte besaßen, kann man noch heute die Abdrücke der Karten auf der Tischplatte sehen.
Waldstein - Teufelstisch Der Teufelstisch auf dem Waldstein im Winter Der Teufelstisch auf dem Waldstein
 

Felsformationen

Die aufgeschichteten Felsbrocken sind so groß, dass sie natürlich nur von  Hexen oder Riesen dort hingeworfen und aufgeschichtet worden sein konnten. Johann Wolfgang von Goethe erforschte die Verwitterungsformen und fand heraus, dass im Lauf der Jahrmillionen die Umgebung schneller abgetragen wurde und die harten Granitschichten stehen blieben. Durch Verwitterung an den Kanten und in den Rissen purzelten sie übereinander. Es war also nicht das Werk übernatürlicher Kräfte, sondern Erosion und viel Zeit. Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich
Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich

Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich Wie überall im Fichtelgebirge hat die Landschaft auch auf dem Waldstein in jeder Jahreszeit ihre besonderen Reize. Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich
Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich

Ein Nebeltag im Herbst bringt zwar keine Aussicht, dafür aber eine eindrucksvolle Wanderung durch die geheimnisvolle Felsenlandschaft. Sie erinnert an das  Felsenlabyrinth der Luisenburg im südlichen Fichtelgebirge. Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich
Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich
Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich Herbst auf dem Waldstein
 

Aussichtskanzel auf dem Waldstein, die Schüssel

Nach einem kurzen Spaziergang von der Ausflugsgaststätte taucht auf dem höchsten Felsen eine Aussichtskanzel, die Schüssel, auf. Sie steht auf der höchsten Felsformation, also dem Waldstein-Gipfel, auf 877 m über NN. Eine etwas abenteuerlich anmutende Steintreppe führt hinauf. Stöckelschuhe sind hier unangebracht!
Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich

Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich
Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich

Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich
Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich

Waldstein - Felsengruppe im Gipfelbereich

Aussicht auf Weißenstadt

Von oben hat man eine gute Aussicht in alle Richtungen. Hier auf das Fichtelgebirge mit dem Weißenstädter See und Weißenstadt. Auf dem linken Bild im Hintergrund von links nach rechts die Luisenburg, die  Kösseine und die Hohe Mätze.
Weißenstadt am See, Luisenburg, Kösseine und Hohe Mätze Waldstein - Aussicht Richtung Westen Das winterliche Weißenstadt vom Waldstein gesehen

Burgruine Rotes Schloss, die Westburg

Waldstein - Rotes Schloß Gleich nahe der Gaststätte findet man die erste Burgruine, die ihren Namen Rotes Schloss wegen ihres ehemals roten Ziegeldaches erhielt. Sie wurde um 1703 wegen des drohenden Spanischen Erbfolgekrieges auf einer bestehenden Felsformation erbaut.

Zuvor stand an dieser Stelle schon eine um 1350 errichtete Burganlage, die im Juli 1523 von einem Heer des Schwäbischen Bundes zerstört wurde. Dies geschah im Zuge einer Strafexpedition gegen den Ritter Thomas von Absberg, den die Herren von Sparneck unterstützt hatten. Sie flüchteten von der Burg und überließen sie kampflos dem übermächtigen Feind.
Burgruine auf dem Waldstein im Fichtelgebirge
Burgruine Rotes Schloß auf dem Waldstein Burgruine Rotes Schloß auf dem Waldstein Burgruine Rotes Schloß auf dem Waldstein
Burgruine Rotes Schloß auf dem Waldstein Das Gelände um den Teufelstisch gehörte einst zur Vorburg. Durch eine steinerne Pforte in dicken Mauern und über Treppen gelangt man von unten ins Innere der Hauptburg.

Etwas erhöht liegen die Überreste des ehemaligen Bergfrieds.
Aufgang zur Hauptburg auf dem Waldstein
Reste des Bergfrieds der Burgruine auf dem Waldstein Hauptburg und Reste des Bergfrieds auf dem Waldstein Hauptburg auf dem Waldstein vom Bergfried gesehen

Zwei Burgruinen findet man hier auf dem Waldstein:

Die Ostburg war die ältere von beiden und lag am Fuß des Schüsselfelsens. Erbaut wurde sie von den Herren von Sparneck zwischen 1050 und 1150. Schon im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie nicht mehr genutzt und verfiel. Heute ist von ihr fast nichts mehr zu sehen. Diese noch stehende Mauer gehört zu einer später errichteten Kapelle zu deren Bau wahrscheinlich Steine der alten Burg verwendet wurden. Bei Ausgrabungen fand man hier einige Gräber mit gut erhaltenen Skeletten.
Waldstein - Ostburg - Kapelle

Waldstein - Bärenfang Westlich des Gipfels steht der Bärenfang.
Mit einem Köder wurden Bären angelockt und durch
einen Mechanismus Falltüren an beiden Enden ausgelöst.
Waldstein - Bärenfang

Für den Wald beginnt in dieser
Höhe schon die "Kampfzone", wovon
zahlreiche verkrüppelte Fichten zeugen.
Waldstein - "Kampfzone" für Fichten

Die Saalequelle

Am Nordwesthang des Waldsteins entspringt einer der Hauptflüsse des Fichtelgebirges, die Sächsische Saale. Da sie gar nicht durch Sachsen fließt, wurde sie früher auch Thüringische Saale oder Vogtländische Saale genannt. Der Beiname ist erforderlich, um sie von der Fränkischen Saale zu unterscheiden, die in Unterfranken in den Main fließt. Auf ihrem Weg durch die Bundesländer Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt durchfließt sie  Schwarzenbach, Hof,  Blankenstein, Jena, Naumburg,  Goseck, Leuna, Merseburg und  Halle. Bei Barby im Salzlandkreis mündet sie schließlich in die Elbe. An der Quelle der Saale
Die Saalequelle

Der Arnsteinfelsen

Am Westhang des Großen Waldsteins, in Richtung der Marktgemeinde Zell, liegt romantisch im Wald versteckt eine Felsformation mit Besteigungsanlage als Aussichtspunkt, der Arnsteinfelsen. Treppe zum Arnsteinfelsen
Treppe zum Arnsteinfelsen Treppe zum Arnsteinfelsen
Aussicht vom Arnsteinfelsen Aussicht vom Arnsteinfelsen Der Markt Zell vom Arnsteinfelsen gesehen
Aussicht vom Arnsteinfelsen Richtung Sparneck (Nordwesten) Zell im Fichtelgebirge
mit der evangelischen St. Gallus Kirche






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