Fotos und Informationen
aus Oberfranken

Weißenstadt

Reiseberichte mit Bildern
aus dem Fichtelgebirge


Weißenstadt im Fichtelgebirge Weißenstadt liegt auf der inneren Hochfläche des  Fichtelgebirges an der Ostseite des Weißenstädter Sees, der von der Eger durchflossen wird. Es gehört zu  Oberfranken und damit zu Bayern. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1299 als alba Ecclesia, also Weißenkirchen. Damals gehörte die kleine Siedlung zur Burg auf dem nahen Berg Rudolfstein und die Besitzer waren die Andechs-Meranier, die Herren von Hirschberg, die Grafen von Henneberg, das Kloster Waldsassen und schließlich die Burggrafen Johann II. und Albrecht der Schöne von Nürnberg. Diese erhoben es zur "Stadt" und fortan durfte es sich Weißenstadt nennen. Im Fürstentum Brandenburg-Kulmbach erhielt die Stadt einen Amtssitz des Sechsämterlandes.

Schon früh erlangte Weißenstadt große Bedeutung durch den Zinnbergbau in der Umgebung. Direkt unterhalb des Stadtgebietes wurden Bergkristalle abgebaut, mit denen die Wände des Sonnentempels der  Eremitage in Bayreuth verkleidet wurden. Diese wurden jedoch später geraubt und durch andere Kristalle und bunte Gläser ersetzt.

Weißenstädter See Heute ist Weißenstadt vor allem bekannt durch seinen See, der bei Seglern, Windsurfern, Anglern und Badegästen sehr beliebt ist. Ein befestigter Rundweg um den See wird gerne von Spaziergängern und Inlineskatern genutzt. Weißenstadter See

Kurpark Weißenstadt Beim Abriss eines steinverarbeitenden Betriebes, der GraSyMa (Abkürzung für Granit, Syenit und Marmor), ließ man Teile der Wände, Treppen und einen Schornstein stehen und integrierte sie in einen kleinen Kurpark. In der angrenzenden Scheunenzeile befindet sich eine Infostelle des Naturparks Fichtelgebirge mit dem Themenschwerpunkt Wasser, Quelle des Lebens. Eine alte Grafik zeigt das Waschen von Zinnseifen in einem Zinngraben.
Historischer Zinnbergbau bei Weißenstadt
Kurpark in Weißenstadt
Park in Weißenstadt Scheunenzeile beim Kurpark

Wehranlage Über eine Wehranlage verlässt der Fluss Eger den Weißenstädter See und schlängelt sich durch Weißenstadt über Röslau,  Marktleuthen und  Hohenberg nach  Tschechien , wo die Eger bei Leitmeritz (Litomerice) in die Elbe fließt. Die Eger verlässt den Weißenstädter See
Die Eger Die Eger in Weißenstadt Der Fluss Eger in Weißenstadt

Weißenstadter Bummelhenker Im Volksmund heißen die Weißenstädter bei uns die Bummelhenker. Es geht die Sage, dass zur Zeit der Altvorderen sehr viel Gras auf der Stadtmauer oder Kirchenmauer wuchs. Sparsam wie man hier im Fichtelgebirge war, beschloss man, es den Zucht-Stier (Bummel) der Gemeinde abweiden zu lassen. Mittels eines Seilzuges zog man ihn hinauf. Das Seil hatte man allerdings um seinen Hals geschlungen und so würgte es den Stier, so dass er seine Zunge herausstreckte. Die Bürger interpretierten das falsch und riefen: "Schaut, er riecht schon das Gras und streckt seine Zunge danach". Oben angekommen rührte er sich allerdings nicht mehr. Er war an dem Seil erstickt. Dass sich die Menschen hier dieser Geschichte nicht schämen, sondern alles mit Humor nehmen, zeigt dieser Stierkopf an einer Steinmauer, der auf die Geschichte hinweist. Bummelhenker

Am Weißenstadter See steht das Kurzentrum, ein Wellnesshotel mit allen Einrichtungen für Ganzheitliches Wohlbefinden. Es bietet Therapien mit dem radioaktiven Edelgas Radon (Radonbalneologie), welches in Wasser gelöst aus einem Brunnen nicht weit von Weißenstadt aus 60 m Tiefe emporgepumpt wird. Die Thearpie hilft gegen Beschwerden des rheumatischen Formenkreises und regt das Immunsystem an. Außerdem bietet das Kurhotel ein umfangreiches Wellness- und Beauty-Angebot.
Kurzentrum Weißenstadt Wellnesshotel Weißenstadt Kurhotel Weißenstadt
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 Wellnesshotels im Fichtelgebirge


Weißenstädter See vom Rudolfstein gesehen An der Stelle des Weißenstadter Sees befand sich bis Anfang des 19. Jahrhunderts der Stadtweiher. Dieser wurde jedoch trockengelegt, um landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen. 1976 wurde wieder ein Damm errichtet und damit der See mit einer Fläche von ca. 50 Hektar geschaffen.

Vogelschutzgebiet Am nördlichen Ufer hat man naturnahe Flächen mit Tümpeln und ein Vogelschutzgebiet angelegt.

Rechts eine Karte von Weißenstadt aus dem Jahr 1788 mit dem alten Stadtweiher.
Weißenstadter Stadtweiher
Abb.: Wikipedia

Die evangelische Stadtpfarrkirche Kanzelaltar Altarkreuz mit Bergkristallen
Auf dem Marktplatz finden wir die evangelische Stadtpfarrkirche St. Jacobus, die 1823 bis auf die Außenmauern niederbrannte und dann wieder aufgebaut wurde. Im Altarkreuz sind Bergkristalle eingelassen, die man früher in Bergwerksstollen unter der Stadt abbaute. Das Rathaus von Weißenstadt
Das Rathaus von Weißenstadt
im Stil eines Bürgerhauses des 19. Jahrhunderts
befindet sich gleich neben der Kirche.

Friedhofskirche - Gottesackerkirche Die Friedhofskirche oder Gottesackerkirche stammt mitsamt ihrer Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert. In ihr und auf dem Friedhof findet man interessante steinerne Grabmäler.

Vor der Kirche steht ein Brunnen,
der früher auf dem Marktplatz stand
und später hierhin versetzt wurde.
Brunnen
Historisches Grabmal Hier finden Sie eine Beschreibung der
 Historischen Grabdenkmäler auf dem Friedhof und in der Friedhofskirche von Weißenstadt
Grabdenkmäler auf dem Friedhof

Ein weiterer kleiner Park wird beherrscht
von großen Rhododendren und einem
imposanten Kriegerdenkmal.
Kriegerdenkmal
Rhododendren im Park







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