Festspielstadt Wunsiedel im Fichtelgebirge

Stadt der Luisenburg-Festspiele mit einer einzigartigen Naturbühne

Bilder und Informationen
aus Oberfranken

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Festspielstadt Wunsiedel im Fichtelgebirge

Wunsiedel im Röslautal Festspielstadt Wunsiedel - Altstadt Wunsiedel - Evangelische Kirche
Evangelische
Kirche
Die Festspielstadt Wunsiedel liegt im Fichtelgebirge, im Tal der Röslau
in Nordostbayern im Regierungsbezirk Oberfranken.
 
 
Wunsiedel - Vom Felsenlabyrinth aus gesehen

Wunsiedel
vom Felsenlabyrinth
aus gesehen
Wunsiedel - Marktplatz mit Rathaus

Der Marktplatz
(Fußgängerzone) mit
dem Rathaus
Wunsiedel - Kopetentor
Kopetentor

Felsenbühne und Luisenburg-Festspiele

Weithin bekannt ist Wunsiedel durch die Luisenburg-Festspiele. Die Naturbühne, eine Freilichtbühne mit überdachtem Zuschauerraum, liegt im Felsenlabyrinth der nahen Luisenburg und bietet durch ihre hohe Staffelung und den Auftritt über die "Katakomben" vielfältige Möglichkeiten. Auch wer regelmäßig Theater besucht und die Stücke schon kennt, wird feststellen, dass eine Aufführung auf der Felsenbühne der Luisenburg etwas ganz anderes und etwas Besonderes ist.
Freilichtbühne der Luisenburg-Festspiele im Fichtelgebirge
 
Videos

von den Luisenburg-Festspielen
 
Naturbühne der Luisenburg-Festspiele
200 Bläser der Jagdhorn-Bläsergruppe Wunsiedel-Marktredwitz
Wiedergabe des Bildes mit freundlicher Genehmigung der Frankenpost Hof
"Informationsraum" der Luisenburg-Festspiele
"Informationsraum" des Felsenlabyrinths
und der Luisenburg-Festspiele
Foto: Erwin Purucker
 


Spielplan der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel im Jahr 2016   Luisenburg-Festspiele
 Infos und
Karten
Bluthochzeit Schauspiel mit Tanz von Federico García Lorca
Der verkaufte Großvater Bäuerliche Groteske von Anton Hamik
Am Samstag kam das Sams zurück Familienstück von Paul Maar
Cats Musical von Andrew Lloyd Webber
Der Bettelstudent Operette von Carl Millöcker
Carmen Oper von Georges Bizet

 Frühere Programme der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel


Das Felsenlabyrinth
kann man auf einem gut markierten Wanderweg
in ein- bis anderthalb Stunden durchwandern.
Wunsiedel - Felsenlabyrinth
Wunsiedel - Felsenlabyrinth Wunsiedel - Felsenlabyrinth
Luisenburg - Felsenlabyrinth Luisenburg - Felsenlabyrinth Luisenburg - Felsenlabyrinth


Wunsiedel - Katharinenberg Wunsiedel - Katharinenberg, Kirchenruine  
 
Auf dem Katharinenberg
südlich von Wunsiedel
steht eine Kirchenruine.
 
 
Der Südhang ist flach;
hier befindet sich auch
die Jugendherberge.
Wunsiedel - Katharinenberg, Jugendherberge

Jean Paul Am 21. März 1763 wurde in Wunsiedel der Dichter und Schriftsteller  Jean Paul als "Johann Paul Friedrich Richter" geboren. Sein Geburtshaus liegt neben der evangelischen Kirche und dient heute als Evangelisches Gemeindehaus. Davor steht der Jean-Paul-Brunnen.
Jean Paul
Wunsiedel - Geburtshaus von Jean Paul Wunsiedel - Jean-Paul-Brunnen

Im Röslautal liegt neben Sportanlagen und dem Schwimmbad der Eisweiher. Im Sommer kann man Boote leihen. Wunsiedel - Springbrunnen im Eisweiher
Wunsiedel - Eisweiher Der Eisweiher in Wunsiedel

Zwei bemerkenswerte Steinskulpturen
findet man im Stadtgebiet. Bei den
historischen Waschtischen am Mühlgraben
das Denkmal einer Waschfrau und an der
Röslaubrücke das Mädchen mit dem Kälbchen.
Wunsiedel - Denkmal einer Waschfrau Wunsiedel - Hirtin mit Kälbchen Wunsiedel - Hirtin mit Kälbchen


Eine geologische Besonderheit im Fichtelgebirge sind zwei Marmorzüge, wobei der nördliche durch Wunsiedel und der südliche durch  Marktredwitz verläuft. Es handelt sich um Marmorschichten, die im Präkambrium aufgefaltet und an der Oberfläche in der Folgezeit teilweise wieder abgetragen wurden. Der Wunsiedler Marmor war früher weit über das Fichtelgebirge hinaus bekannt, wird aber heute nur noch vereinzelt abgebaut.

Rechts ein Bild aus dem Marmorsteinbruch in Sinatengrün. Hier gibt es eine natürliche Karsthöhle, die früher als Getränkekeller für die Steinbrucharbeiter verwendet wurde. Heute ist sie Winterquartier für  Fledermäuse und Lebensraum der seltenen Höhlenschrecken.

 Weitere Bilder

Auf dem Friedhof in Wunsiedel befinden sich viele interessante historische Grabdenkmäler aus Wunsiedler Marmor.
Marmorsteinbruch bei Wunsiedel

Die Wirtschaftsschule Wunsiedel Ein markantes Gebäude in Wunsiedel ist die Kaffeemühle, so genannt wegen ihres quadratischen Grundrisses und des kleinen Dachaufsatzes, der für Lichteinfall ins zentral gelegene Treppenhaus sorgt. Es fehlt nur die Kurbel. Das Gebäude wurde 1839 als Gewerbeschule erbaut und von einem Oberbaurat Gärtner aus München geplant. Heute beherbergt es die Staatliche Wirtschaftsschule Wunsiedel, welche 1952 bis 1975 Handelsschule hieß. Im Jahr 2013 wurde das Gebäude einer gründlichen Renovierung und Modernisierung unterzogen.


Jedes Jahr im Juni (am Samstag vor Johanni) feiert Wunsiedel das Brunnenfest, bei dem die Brunnen der Stadt mit Blumen und Lichtern kunstvoll geschmückt werden und das wegen seiner einzigartigen Atmosphäre immer einen Besuch wert ist. Im Jahr 2016 erhielt die Stadt die Zusage der UNESCO, das Brunnenfest als immaterielles Kulturerbe anzuerkennen, einen Status, den zum Beispiel auch die Oberammergauer Passionsfestspiele haben.

Weiterhin befindet sich in Wunsiedel das Fichtelgebirgsmuseum, unser Heimatmuseum mit historischen Ausstellungsstücken und einer bemerkenswerten Mineraliensammlung.

Ein Sehenswerter Ortsteil ist das Dorf Schönbrunn im Fichtelgebirge.

Volterra in der Toskana ist die Partnerstadt von Wunsiedel in Italien.



Etwas problematisch war das Verhältnis Wunsiedels zum Stellvertreter Adolf Hitlers Bücherecke: Adolf Hitler Bücher - Adolf Hitler ,  Rudolf Heß, dessen Grab sich bis zum Jahr 2011 auf dem Wunsiedler Friedhof befand. Die Familie seines Vaters stammte von hier, und in  Reicholdsgrün bei Kirchenlamitz besaßen sie ein Haus, die vor einigen Jahren abgerissene Heß-Villa. Bei den Nürnberger Prozessen nach dem Krieg wurde Heß wegen Planung eines Angriffskrieges zu lebenslanger Haft verurteilt. 1987 beging er im Gefängnis Berlin-Spandau Selbstmord, indem er sich mit einem Stromkabel erhängte. Sowohl um seinen Tod als auch um sein Leben ranken sich die wildesten Gerüchte, aber ich denke, er wurde sicher zu Recht verurteilt.

Die Stadt hat sich mit Aktionen wie "Wunsiedel ist bunt, nicht braun!" erfolgreich dagegen gewehrt, zum Aufmarschgebiet ewig gestriger Neonazis zu werden.
Das Grab von Rudolf Heß

Grabstätte der Opfer des Todesmarsches vom KZ Buchenwald zum KZ Flossenbürg Auf der anderen Seite des Friedhofs findet man im Gegensatz dazu ein Grabmal und einen Gedenkstein für die Opfer des Faschismus, die auf einem Todesmarsch vom KZ Buchenwald zum  KZ Flossenbürg ums Leben kamen. Gedenkstein für die Opfer des Faschismus in Wunsiedel

Noch ein sehr umstrittener Mann wurde in Wunsiedel geboren: Karl Ludwig Sand, dessen Geburtshaus inzwischen abgerissen wurde, erblickte 1795 das Licht der Welt. Damals gehörte Wunsiedel über das Fürstentum Bayreuth bzw. Markgraftum Brandenburg-Kulmbach noch zu Preußen. Durch den Frieden von Tilsit von 1807 fiel das gesamte Gebiet an Frankreich und Wunsiedel musste Einquartierungen und Zwangsabgaben erdulden. Während seiner Studienzeit schloss sich Karl Sand verschiedenen Studentenvereinigungen und Burschenschaften an, die vor allem damals oft sehr liberale und auch nationalistische Überzeugungen vertraten. Deutschland, wie wir es heute kennen, gab es zu der Zeit noch nicht und bis zu einer Vereinigung zu einem Nationalstaat war noch ein weiter Weg, den man wohl erst durch die Deutsche Reichsgründung im Jahr 1871 als abgeschlossen betrachten kann.

Karl Sand sah den Schriftsteller August von Kotzebue, der gleichzeitig russischer Generalkonsul war, und der in seinen Veröffentlichungen immer wieder die Burschenschaften und die deutsche Nationalbewegung angriff, als seinen Feind. Sand studierte Theologie in Jena und am 23. März 1819 erstach er in Mannheim August von Kotzebue vor den Augen dessen Sohnes. Dafür wurde er zum Tode verurteilt und gehenkt. Die Planung des Attentats und die Auswahl, wer von Kotzebue umbringen soll, wurde in  Warmensteinach, im Gasthof Löchleinstal, durchgeführt. Dort trafen sich von 1819 - 1823 Burschenschafter aus Jena, Halle, Leipzig und Erlangen.
Die Hinrichtung von Karl Ludwig Sand, Mörder von August von Kotzebue
Die Hinrichtung von Karl Ludwig Sand,
dem Mörder von August von Kotzebue
(Zeitgenössischer kolorierter Kupferstich, gemeinfrei)






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