Fotos und Informationen
aus Oberfranken

Röslau

im Fichtelgebirge

Reiseberichte
mit Bildern
Röslau im Fichtelgebirge
Röslau, Brücklas und die Kösseine vom Zwölfgipfelblick gesehen
Röslau im Egertal (Aquarell von Erwin Schmidt, Marktleuthen)
Röslau auf einem Aquarell von Erwin Schmidt, Marktleuthen
Auf der Inneren Hochfläche des hufeisenförmigen Fichtelgebirges liegt die Ortschaft Röslau im  Egertal in  Oberfranken. Die Bilder oben zeigen rechts die evangelische Kirche, links hinten die katholische Kirche und davor das Rathaustürmchen.
Der Zwölfgipfelblick bei Röslau im Fichtelgebirge

Der Zwölfgipfelblick

Auf einer nahen Anhöhe mit einem kleinen Hain bietet sich ein Rundblick über die meisten Gipfel des Fichtelgebirges, der Zwölfgipfelblick. Von hier sieht man rundum: Kornberg, Epprechtstein, Waldstein, Rudolfstein, Schneeberg, Nußhardt, Seehügel, Platte, Hohe Mätze, Kösseine, Haberstein und Burgstein (Luisenburg). Der Ochenskopf versteckt sich hinter dem Schneeberg.
Der Zwölfgipfelblick bei Röslau
Kösseine, Haberstein und Burgstein (Luisenburg) hinter Röslau und Brücklas
Richtung Süden fällt hinter dem Dorf Brücklas der markante Doppelgipfel der Kösseine auf. Links daneben der Haberstein und der Burgstein (die Luisenburg).
Der Epprechtstein bei Kirchenlamitz hinter dem Dorf Dürnberg
Richtung Nordwesten dominiert hinter dem Dorf Dürnberg der Epprechtstein bei Kirchenlamitz mit seiner Burgruine.
Der Kornberg bei Marktleuthen vom Zwölfgipfelblick gesehen
Und Richtung Norden ist der sanft gerundete Kornberg bei Marktleuthen zu erkennen.
Schneeberg und Rudolfstein im Fichtelgebirge
Der Schneeberg, der höchste Gipfel des Fichtelgebirges. Hinter ihm versteckt sich der zweithöchste, der Ochsenkopf. Rechts daneben der Rudolfstein bei Weißenstadt.

Eine Inschrift auf einem Granitfindling weist den Hügel als den Mittelpunkt des Fichtelgebirges aus, was mangels genauer Grenzen und verschiedener Berechnungsmethoden natürlich umstritten ist.
Zwölfgipfelblick, Mittelpunkt des Fichtelgebirges
Die heutige Gemeinde ging aus der Vereinigung von Unterröslau und Oberröslau hervor. Links das Rathaus mit dem Wochenmarkt auf dem Marktplatz.
Das Rathaus von Röslau und Wochenmarkt auf dem Marktplatz
Die Gebäude der Porzellanfabrik Winterling Röslau erinnern an den Niedergang der Porzellanindustrie in Nordostbayern. Röslau hat mit dem Stahl- und Drahtwerk und der Scherdel Druckfederntechnik zwei weitere wirtschaftliche Standbeine, so dass auch die Gebäude der Porzellanfabrik weiter genutzt werden konnten.
Ehemalige Porzellanfabrik Winterling Röslau

Der Egerwasserfall am Thus

Im Ortsteil Thusmühle gründete Oskar Böttcher Ende des 19. Jahrhunderts eine Pappenfabrik. Zur Energiegewnnung ließ er einen Mühlgraben anlegen, den man schon Industriekanal nennen muss. 2,5 km oberhalb des Dorfes zweigte er dafür Wasser von der Eger ab und betrieb damit eine Turbine für seine Fabrik. Da die Pappefabrik die mechanische Energie nicht ständig und nur während der Arbeitszeiten benötigte, gab es etwa 100 m Talaufwärts einen Schieber, durch den man abends und am Sonntag das Wasser über einen Wasserfall ins ursprüngliche Flussbett der Eger ableiten konnte. Dieser Thus-Wasserfall war ein beliebtes Ausflugsziel für die Röslauer. Heute dient das Wasser zur Elektrizitätserzeugung, der Schieber wird daher nur einmal im Jahr für ein paar Stunden geöffnet, und zwar für das Thusfest zu Pfingsten. Das wildromantische Egertal oberhalb von Röslau ist jedoch auch ohne Wasserfall einen Besuch wert (mittleres Bild).
Der Eger-Wasserfall bei Thusmühle
Der Wasserfall am Thus bei Röslau
Das Egertal am Thus bei Röslau
Das Egertal am Thus bei Röslau
 
Da der Schieber nicht ganz dicht ist, bilden sich im Winter durch das Leckwasser oft sehendwerte Eiskaskaden, so hat man trotzdem einen gefrorenen Wasserfall.
Eis-Kaskaden am Thus-Wasserfall bei Röslau
Gefrorener Eger-Wasserfall
Überhaupt lädt die Landschaft im Egertal wie überall im Fichtelgebirge zu gemütlichen Spaziergängen und Wanderungen ein.
Wandern und Spazierengehen im Fichtelgebirge
Fischerhütte an einem Weiher bei Röslau
Seerosen auf einem Weiher bei Röslau
Geht man Richtung Zwölfgipfelblick, Fußballplatz und Dürnberg, biegt dazwischen aber zum Schafstall ab und geht auf dem mit markierten Egerweg, oder folgt der Markierung weiter in den Wald, kommt man zu einem versteckten Steg über die Eger. Die Röslauer nennen ihn Marktleuthener Steg und die Marktleuthener folgerichtig Röslauer Steg. Er bildet den kürzesten Fußweg zwischen den beiden Orten. In alter Zeit gab es eine Vereinbarung, dass der Steg bei Baufälligkeit abwechselnd von den beiden Gemeinden repariert werden muss. Neben dem Egersteg befand sich auch eine Furt.
Der Marktleuthener Steg oder Röslauer Steg, je nach Standpunkt
Der Egersteg zwischen Marktleuthen und Röslau
Der Egersteg im Winter
Beiderseits der Eger hat der Bund Naturschutz Teiche aufgekauft, renaturiert und das Tal wieder vernässt.
Hier dürfen sich Biber und Fischotter austoben und auch Graureiher und  Kormoran sind geduldet.
Teiche des Bund Naturschutz zwischen Röslau und Marktleuthen
Das Egertal zwischen Röslau und Marktleuthen
Weg zum Marktleuthener Steg bzw. Röslauer Steg
Die evangelische Kirche St. Johannis Kirchturm mit Kaiser-Wilhelm-Haube

Die evangelische Kirche St. Johannis

Johannes dem Täufer (Johannes Baptiste) ist die evangelische Kirche St. Johannis geweiht. Eine Urkunde des Bistums Regensburg aus dem Jahre 1385 nennt eine Kirche in Röslein. Später war die Pfarrei eine Vikarie des Klosters Waldassen. Das Gebäude geht zurück auf das frühe 13. Jahrhundert, wurde 200 Jahre später um einige Meter verlängert und auch später verschiedentlich umgebaut und vergrößert. Im Jahr 1528 entschieden sich dieLandesherrn, die Markgrafen von Bayreuth-Kulmbach, in ihren Ländereien den protestantischen Glauben einzuführen. Der Kirchturm trägt eine sogenannte Kaiser-Wilhelm-Haube weil die Form an die metallene Pickelhaube erinnert, die Kaiser Wilhelm II. meist bei öffentlichen Anlässen trug.
Etwas ungewöhnlich für unsere Gegend ist der Kanzelaltar vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Das schmale Kirchenschiff mit beiderseitigen Emporen lässt aber auch kaum Platz für eine seitliche Kanzel.
Kanzelaltar der evangelischen Kirche in Röslau
Das Altarbild wurde 1873 gestiftet von einem A. Riedelbauch und ist dem bekannten Gemälde Das letzte Abendmahl von  Leonardo da Vinci nachempfunden. Viele sehen in der Frau zur Rechten Jesu  Maria Magdalena.
Altarbild Heiliges Abendmahl von 1873 nach Leonardo da Vinci
Granit-Statue auf dem Röslauer Friedhof
Der Friedhof von Röslau befindet sich gleich neben der Kirche. Bei einem Rundgang kann man Erzeugnisse der Granit-Steinbrüche des Fichtelgebirges entdecken, aber auch  Wunsiedler Marmor.

In der Kirche findet man historische Epitaphe aus Marmor. Beschreibung und Fotos finden Sie hier:  Historische Grabdenkmäler in Röslau.
Statue aus Wunsiedler Marmor


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