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Bad Steben

Heilbad im Frankenwald

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Das kleine Heilbad Bad Steben liegt im Naturpark Frankenwald in Oberfranken westlich von Hof (Saale).

Geschichte


Schon im Mittelalter, als es noch Steben hieß, war es ein Bergbauort und im Lauf der Jahrhundert das Zentrum des Bergbaus im Frankenwald. Mangels leistungefähiger Pumpen konnte das Erz allerdings nur in geringen Tiefen abgebaut werden, so dass zum Beginn der Neuzeit die damals erreichbaren Erze zur Neige gingen und die Gruben voll Wasser liefen. Bad Steben gehörte damals zum Markgraftum Bayreuth und damit den hohenzollerischen Markgrafen. Kriegerische Auseinandersetzungen wie die Bauernkriege, der Dreißigjährige Krieg, aber auch die Pest, dezimierten die Bevölkerung und brachten schließlich den Bergbau fast ganz zum Erliegen. In vielen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen trat erstmal eine Stagnation ein, bis im 18. Jahrhundert das Zeitalter der Aufklärung anbrach.
Bad Steben im Frankenwald
Bad Steben im Frankenwald: Das Parkschlösschen

Alexander von Humboldt


Als das Markgraftum Brandenburg-Bayreuth, auch Markgraftum Brandenburg-Kulmbach, zu Preußen kam, schickte der preußische Staat 1792 einen jungen Bergbeamten, der vorher in der Bergakademie Freiberg studiert hatte und in Rekordzeit Bergassessor geworden war, zur Begutachtung des fränkischen Bergbaus. Es war niemand anderes als der heute vor allem als Naturforscher und Forschungsreisender bekannte Alexander von Humboldt, der Jahrzehnte später mit seinem Kosmos – Entwurf einer physischen Weltbeschreibung Weltruhm erlangen sollte. Weitere Informationen über

 Alexander von Humboldt in Frankenwald und Fichtelgebirge
Alexander von Humboldt im Frankenwald
Alexander von Humboldt im Kurpark von Bad Steben

Biedermeierfeste in Bad Steben


Als Biedermeierzeit bezeichnet man die drei Jahrzehnte vom Ende der napoleonischen Zeit und dem Wiener Kongress 1815 bis zur Deutschen Revolution von 1848/49, die man auch Märzrevolution nennt. Politisch war es die Zeit der Restauration, in der die Königshäuser und der Adel eine Wiederherstellung der Monarchien betrieben, was wiederum auch der Auslöser der Sozialrevolutionen des 19. Jahrhunderts war. In Kultur und Kunst, äußerlich auffällig sichtbar in der Mode mit ihren grellen Farben, entwickelten sich konservative idyllische Stile, beeinflusst auch von der kulturgeschichtlichen Epoche der Romantik. Irgendwie war es in meinen Augen eine Art verkitschte Romantik, welche die Zeichen der Zeit nicht erkannte und an die die nachfolgenden Generationen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Rausch der Industrialisierung nur noch kopfschüttelnd zurückdachten.

Heute, im 21. Jahrhundert, sind die bunten Kleider der Biedermeier-Mode ein exotischer Farbklecks im Kurpark Bad Stebens. Zum alljährlichen Biedermeierfest wird für ein Wochenende die Zeit zurückgedreht und im Rausch der Farben fragt niemand nach historischem Sinn oder Unsinn, Hauptsache es ist schön.

 Weitere Bilder und Informationen: Biedermeierfeste in Bad Steben
Biedermeierfeste in Bad Steben
Biedermeierfest 2011 in Bad Steben


Kurpark Bad Steben


Eine steinerne Skulptur im Kurpark Bad Steben stellt wahrscheinlich Atlas dar, der eine Erdkugel trägt. Er war einer der Titanen in der griechischen Mythologie und der Sohn des Himmelsgottes Aether und der Erdgöttin Gaia.

Beim Kampf der Titanen gegen die Olympischen Götter war er bei den Verlierern, weshalb Zeus ihn dazu verdammte, das Himmelsgewölbe am westlichen Rand zu stemmen, während sein Mitstreiter Koios die Weltachse bildete, um die sich der Himmel dreht.

Später berichtete Ovid, dass Atlas am Westrand der Welt einen Palast hatte und eines Tages Perseus um Einlass ersuchte. Nachdem Atlas ihm aber die Gastfreundschaft verweigerte, holte Perseus das abgeschlagene und erbeutete Haupt der Medusa entgegen, worauf Atlas augenblicklich versteinerte und seitdem das Atlasgebirge bildet, das in Nordafrika von Marokko über Algerien bis Tunesien reicht.
Atlas, einer der Titanen
Was man auf Anhieb für einen flötespielenden Putto halten könnte, ist möglicherweise auch eine der neun Musen, von denen der Dichter Hesiod berichtet. Das würde jedenfalls besser zu Atlas passen. Die Musen waren die Schutzgöttinnen der Künste in der griechischen Mythologie. Hier könnte es sich um Euterpe handeln, die Muse der Lyrik und des Flötenspiels. Sie hat zwar normalerweise eine Doppelflöte, aber da ist sie bestimmt flexibel … Flötespielende Muse Euterpe, oder doch ein Putto?

Verschiedene Brunnen und Heilquellen, versteckte Pavillons, gepflegte Blumenbeete und ein lockerer Baumbestand laden zu ausgedehnten Spaziergängen im Kurpark ein. Es ist ein 40 Hektar großer Landschaftspark ähnlich eines Englischen Gartens. Das Bäderhaus wurde 1837 nach Plänen von Leo von Klenze in griechisch-klassizistischem Stil gebaut und wird in Bad Steben nur der Klenzebau genannt. Klenze war der Hofbaumeister Ludwigs I. von Bayern und hat auch die Walhalla bei Regensburg und die Befreiungshalle in Kehlheim geplant. Sogar an der Neuen Eremitage in St. Petersburg hat er mitgewirkt. An das Badehaus schließen sich die Arkaden einer Säulenwandelhalle an und auch eine moderne Therme mit großem Saunabereich und allem was dazugehört wurde gebaut. Sie wird unter anderem auch von einer seit dem Mittelalter bekannten Mineralquelle gespeist, die Bad Steben schon 1832 den Titel Königlich Bayerisches Staatsbad einbrachte, das klingt doch viel eindrucksvoller als einfach nur Heilbad!
Alter Brunnen beim Parkschlösschen Trinkbrunnen einer Heilquelle
Pavillon im Kurpark Bad Steben Pavillon im Kurpark Bad Steben
Springbrunnen im Kurpark Bad Steben Arkaden der Säulenwandelhalle in Bad Steben






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