Karolinenhain - Ruggenmühle

Karolinenhain ist eine Siedlung aus weitverstreuten landwirtschaftlichen Einzelgehöften mit ca. 10 Einwohnern im inneren Fichtelgebirge. Seit der Gebietsreform ist es ein Stadtteil von Marktleuthen. Der Wunsiedler Zuckerfabrikant Florentin Theodor Schmidt ließ um 1813 mitten im Wald ein Landhaus errichten und nannte dieses zu Ehren seiner Verlobten Juliane "Linnenhain". Es wurde die Keimzelle der nach und nach entstehenden Streusiedlung.

Außergewöhnlich für unsere Gegend war eine Windmühle, die etwa bis Mitte unseres Jahrhunderts stand und mit der vor allem Knochenmehl hergestellt wurde.

In der Nähe, idyllisch im Wald versteckt, befindet sich die Ruggenmühle, die erstmals 1499 erwähnt wird. Das heutige Gebäude wurde um 1770 durch den Müller Johann Jakob Vogel errichtet. Das altdeutsche Mahlwerk arbeitete bis 1955 und ist bis heute vollständig erhalten.

Karolinenhain - Ruggenmühle im Fichtelgebirge
Die Ruggenmühle
In der Feldflur von Karolinenhain steht ein Gedenkstein
für einen Mord, der im Jahr 1919 hier verübt wurde.

 Gedenksteine, Sühnekreuze, Grabdenkmäler
Karolinenhain - Gedenkstein für einen Mord
Mordgedenkstein in der Feldflur und
im Hintergrund das Kriegerdenkmal von Rügersgrün
Die Gegend scheint um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert ein gefährliches Pflaster gewesen zu sein, denn auch bei der Ruggenmühle im Fichtelgebirge findet man einen Mord-Gedenkstein für eine Tat von 1897.

Im Umkreis Marktleuthens findet man auch  Sühnekreuze, die für einen Totschlag, eine  Tötung im Affekt, aufgestellt wurden. Auch damals unterschied man also schon zwischen einem heimtückischen Mord und Totschlag.
Mordgedenkstein an der Ruggenmühle im Fichtelgebirge
Mordgedenkstein bei der Ruggenmühle




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